dimarts, 24 de febrer de 2009

Eine Zeitung für Fischhändler and Gemüsehöker

"Die ersten Käufer der ZEIT, so will es die Legende, waren vor allem Hamburger Fischhändler und Gemüsehöker, die das Blatt als Einwickelspapier brauchten. Sie mögen sich andere Leser vorgestellt haben, die Hand voll Idealisten, die im stark zerstörten Pressehaus in ungeheizten Räumen beim Schein von Petroleumfunzeln zusammenhockte und das Blatt, acht Seiten stark, zusammenschrieb...

Es waren vier gestandene Männer, die die Nazizeit mit weisser Weste überstanden hatten und von den Engländern die Lizenz erhielten, die ZEIT herauszugeben. Da war der Stadtbaurat a. D. Richard Tüngel, den die Nazis 1933 aus seinem Amt gejagt hatten; Ewald Schmidt di Simoni arbeitete als Verlagskaufmann, bis er wegen der jüdischen Herkunft seine Frau mit Berufsverbot belegt wurde; Lovis H Lorenz, promovierter Kunsthistoriker, ehemals chefredakteur einer Berliner Illustrierten, ohne Parteibuch; und Gerd Bucerius, der Anwalts aus Altona, der jüdische Angeklagte verteidigte und, weil er eine Jüdin geheiratet hatte, von der er sich nicht scheiden liess, als wehrunwürdig galt. Zu diessen vier gesellte sich als erster Chefredakteur der Zeit der Journalist und Professor Ernst Samhaber, ein vielseitig gebildeter Deutschchilene, und mit ihm ein kleiner Haufen von Journalisten, die es zum Ende des Krieges aus Berlin nach Norddeutschland verschlagen hatten."


Haug von Kuenheim, Die Zeit.



Free translation by myself:

(The legend says that the first who bought Die Zeit were fish and vegetable traders from Hamburg that used the paper to envelope [their stuff]. They had imagined another kind of readers, that group of idealist that were writing a publication of eight hard-paper pages in a much destroyed press house with rooms that had no heat and were lighted with petroleum lamps...

Die Zeit was published under license of the English [occupation force] by four grown men that went cleaned up during the nazi era. There was the former Urban planning and building Commissioner Richard Tüngel, who in 1933 was kicked out of his post by the nazis. Ewald Schmidt di Simoni worked as a publishing company agent until he was fined with an Employment ban because the jewish origins of his wife. Lovis. H. Lorenz, Art historian, former chief editor of the Berliner Illustrierte [magazine], without [Nazi] party membership. And Gerd Bucerius, the lawyer from Altona that defended jewish and was later banned because his wife was a jewish and he didn't want to divorce. As first chief editor of the newspaper was included to the group the journalist and Professor Ernst Samhaber, a multifaceted and well educated German-chilean, and with him there was also a bunch of journalists from Berlin that ended up in North Germany after the war.)

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